History-Guide Hrtgenwald 1944/45

 

... das ist natürlich nicht von mir, sondern ein Zitat von Heinrich Böll aus seinem Essay “You enter germany”. Böll hatte ein Haus in Kreuzau-Langenbroich, also ganz hier in der Nähe. Er ist oft im Hürtgenwald spazieren gegangen - in einem Hürtgenwald, in dem die Spuren des Krieges noch viel sichtbarer waren als heut.

Ich habe Bölls Text zum ersten Mal in meiner Fortbildung zum “History-Guide Hürtgenwald `44” gehört. Bis dahin hatte ich überhaupt kein Gefühl dafür, wie ich die Hürtgenwaldschlacht zu meinem Thema machen könnte.
 

 


Es gibt wahrscheinlich keinen besseren Ort, über Frieden zu reden, als einen tatsächlichen Ort des Krieges. Der Hürtgenwald ist heute wie ein Freilichtmuseum der Kämpfe vor 70 Jahren. Für die Soldaten damals war es der „Wald, in dem die Drachen wohnen“. Tausendfacher Tod.

Wir besichtigen natürlich Bunker und Stellungen des Krieges. Einerseits müssen Sie die Strukturen der Landschaft ja deuten können, wenn Sie im Hürtgenwald wandern. Andererseits werden dadurch die besondere Situation und der Schrecken für die Soldaten während der Kampfhandlungen 1944 ahnbar.

Dabei stehen deutlich nicht die Waffentechnik und die Militärgeschichte im Vordergrund, sondern Fragen nach unserer eigenen Haltung zu Menschen, Krieg und Frieden — und zum europäischen Gedanken. Was bedeuten heute Nationen und Grenzen? Dürfen wir eingreifen, wenn Menschenrechte in der Welt massiv verletzt werden? Notfalls sogar militärisch? Wie gehen wir damit um, dass unsere Demokratie drittgrößter Waffenexporteur der Welt ist ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[nach oben]

 

 

“fucken war - verdammter Scheißkrieg!”

 

Stand: März 2018

gruenesenkrechte2